Theater Basel
COMMUNITY IN PROGRESS 
Lecture- und Performance- Reihe

I THERE IS SUCH THING AS SOCIETY
13.11.2015

II SYNTEGRITY
18.12.2015
in Kooperation mit dem Critical Media Lab Basel der HGK/ FHNW

III HACKING SOCIAL REALITY
8.1.2016
in Kooperation mit dem Haus der elektronischen Künste

IV ALLMONDE
8.3.2016
in Kooeration mit der Musik Akademie
& special guest: Alain Badiou
im Gespräch mit ALAIN BADIOU - auf VIMEO

Kurator/ Projektleitung/ Inszenierung:        Kevin Rittberger

Dramaturgie:  Katrin Michaels  
Bühnenobjekt:  Dominik Ziliotis (livingdome.com)


Mehr Info und Programm auch unter: Theater Basel









I THERE IS SUCH THING AS SOCIETY
13.11.2015

Prolog mit Katja Jung, Text: Kevin Rittberger

Performance von NEW NEON DEAL
(Performancekollektiv der Theaterakademie August Everding München)

Lecture von Sandra Vögel, Betriebswirtin und Expertin für "Syntegrationen"

"Zwischennutzung", Text: Kevin Rittberger,  Kostüm: Tilla Künzli
mit Katja Jung und Barbara Horvath

Lecture von Isabell Lorey, Politikwissenschaftlerin, Uni Kassel,
 "Präsentische Demokratie"
Lecture von Sarah Schilliger, Soziologin, Uni Basel,
 "Selbstorganisation als lokale Praxis"

Pertizipatorisches Experiment von und mit Jonathan Bepler, Komponist
Performer: Tilla Künzli, Michal Stefanik, Lena Kiepenheuer, Milena Förster, Barbara Horvath, Katja Jung, Hanna Valentina Röhrich, Andrea Zwicky, Patricija Bronic










II SYNTEGRITY
18.12.2015

in Kooperation mit dem Critical Media Lab Basel der HGK/ FHNW

Theaterinstallation in fünf Forschungsinseln

Programm




Die zweite Folge «Syntegrity» in Kollaboration mit dem Critical Media Lab der Hochschule für Gestaltung und Kunst nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise in die Zukunft, in der die Menschen mehrheitlich in selbstverwalteten “Commons” leben werden.

Gemeinsam mit dem Philosophen und Wissenschaftshistoriker Andrew Pickering, mit Forscher_innen des Labs, Schauspieler_innen sowie Mitgliedern des Vereins «Neustart Schweiz» und der Hausgenossenschaft “Warmbächli” aus Bern umkreisen wir in unserem gemeinsamen Skript die Fragen: Welche Regeln braucht ein “Common”? Wie organisiert man Selbst-Organisation? Wann wird Kontrolle für den einzelnen zur Bedrohung? Dabei werden auch Szenarien aus der Vergangenheit herangezogen, etwa die Kybernetisierung sozialistischer Nationalstaaten (Stafford Beer), komplexe und selbstorganisierende Prozesse anhand von epistemischen Spielzeugen visualisiert und mögliche Zukünfte atmosphärischer Environments und künstliche Welten erprobt.

Von und mit: Cathrin Störmer, Inga Eickemeier, Elias Ellinghoff, Steffen Höld, Andrew Pickering, Nicholas Mortimer, Kevin Rittberger, Christtiane Heibach, Jan-Lewe Torpus, Ludwig Zeller, Jamie Allen, Shintaro Miyazaki sowie weiteren Forscher_innen des Critical Media Lab Basel




                                    






III HACKING SOCIAL REALITY
8.1.2016

in Kooperation mit dem Haus der elektronischen Künste Basel


Programm


Mehr Info auch unter: Theater Basel
"Die Künstlerin als Hacker als Künstlerin"
Performance von und mit Cornelia Sollfrank
Einrichtung: Kevin Rittberger
Ensemble: Nicola Kirsch, Lisa Stiegler, Thiemo Strutzenberger

"Freie Netze"
Lecture Performance & Workshop mit Christoph Wachter & Mathias Jud
mit Pia Wächter und Florian von Manteuffel

Diskohedron - Installation, Performance von Gordan & Selena Savicic und Philipp Lammer















IV ALLMONDE

8.3.2016

Kevin Rittberger im Gespräch mit ALAIN BADIOU        Video auf VIMEO

In Kooperation mit der Hochschule für Musik FHNW/ Musik-Akademie Basel
Weiteres Programm:

"Fucht und Selbstverwaltung in der Ukraine" - Lecture Performance von Georg Genoux
(mit Leonie Merlin Young und Martin Hug)

Eine dezentrale Installation des Komponistenkollektivs der Musik-Akademie  Basel

Programm Theater Basel
































MULIAN RESCUES MOTHER EARTH   

TAIPEI ARTS FESTIVAL 2014

















     

                                              
 

 

MULIAN RESCUES MOTHER EARTH   
a science-fiction fairy tale          

"In meiner Neuschreibung der Mulian-Geschichte erzähle ich die Befreiung von der alten Gesellschaft und gleichzeitig die Fähigkeit, sich mit den Verstorbenen ins Reine zu setzen. Diese buddhistische Geschichte eines Sohnes, der dabei behilflich ist, die gemarterte Seele seiner verstorbenen Mutter zu befreien, ist im Kern sehr versöhnlich (auch wenn sie sich in der taoistischen Lesart in Taiwan wesentlich mehr mit den verschiedenen Ausformungen der Hölle beschäftigt als in der indischen Sutra aus dem 3. Jhd). Es handelt sich in meiner Fassung neben dem Verweis auf die mögliche Reinkarnation aber auch um die diesseitige Bewusstwerdung einer gemeinschaftlichen Seele, einem profanen Karma sozusagen, das in dieser utopischen Handlung nun dennoch der permanenten Gefahr ausgesetzt ist, zersetzt zu werden."








Text, Inszenierung, Video: Kevin Rittberger
Bühne: Christoph Ebener
Kostüme: Hikky Chen
Musik: Cheer (Kbn)
Übersetzung & Dramaturgie: Yichun Chen

Es spielen: Ng Chong Leong, Koh Choon Eiow, Chang Wei Loy, Low Pei Fen, Liu Wan Chun, Chuang Hui Yun, Chen Rou Hua,  Hung Hsuan, Ivan Alberto Flores Moran, Kosaciec Duo and Cheer.


Uraufführung am 15.8.2014
am Wellspring Theatre Taipei/ Taipei Arts Festival 2014
in Koproduktion mit dem Goethe Institut Taipeh

  



TAIPEI ARTS FESTIVAL



Trailer  















EINGELADEN ZU DEN AUTORENTHEATERTAGEN 2014 - deutsches theater
















plebs coriolan
von Kevin Rittberger


Es spielen:
Myriam Schröder
Barabara Horvath
Hanna Eichel
Thiemo Strutzenberger
Steffen Höld
Gideon Maoz

Inszenierung: Kevin Rittberger
Bühne und Kostüme: Janina Brinkmann
Komposition: Kira Kira
Dramaturgie: Constanze Kargl

Uraufführung am 12.4.2013
am Schauspielhaus Wien


watch Trailer

Termine













CANDIDE. ACTING IN CONCERT
von Kevin Rittberger






Uraufführung am 1.3.2013
am Düsseldorfer Schauspielhaus
Es spielen:
Florian Jahr, Candide
Verena Reichhard, Pangloss
Ingo Tomi, Martin
Betty Freudenberg, Kunigunde
Xenia Noethelmann, Paquette
Shahrazad, Derwisch
Volker Zander, Musiker


Inszenierung: Kevin Rittberger
Bühne und Kostüme: Janina Brinkmann
Malerei: Paola Alborghetti
Komposition: Volker Zander, Christian Jendreiko
Licht: Konstantin Sonneson
Dramaturgie: Ludwig Haugk

Termine und Presse hier





















ONCE PONS (Volker Zander), maifest zur erinnerung der abschaffung des elends (w. morris)

LASST EUCH NICHT UMSCHLINGEN IHR 150000000!
von Kevin Rittberger


I No Pasaran

II News from Nowhere (William Morris)

III Tagebuch / Tunis



Es spielen: Lisa Stiegler, Franziska Junge, Oliver Kraushaar, Andreas Uhse, Volker Zander

Regie: Kevin Rittberger
Bühne: Christoph Ebener
Kostüme: Janina Brinkmann
Musik: Volker Zander
Dramaturgie: Nora Khuon

Uraufführung Ruhrfestspiele
26.5.2012
Premiere Schauspiel Frankfurt
2.6.2012

"Tunis/ Tagebuch" gibt es auch als Video  (22min); in Zusammenarbeit mit der
Akademie der Künste, Berlin








Enthusiasm

kuratiert von Stefan Schneider, Ludwig Haugk und Kevin Rittberger
Die Enthusiasm-Reihe ist ein Echoraum/ Für künstlerische und politische Avantgarden/
Enthusiasm ist das Theater oder nicht.




ENTHUSIASM I

Die Politik ist Kunst -
Dziga Vertov mit Kammerflimmer Kollektief

von und mit:

Thomas Weber
Johannes Frisch
Heike Aumüller (Kammerflimmer Kollektief)
Ingo Tomi
Stefan Schneider
Kevin Rittberger
Lena Willikens
Ludwig Haugk
Rainer Galke


Lew Termin 
Wladimir Majakowsi (150 000 000)
Dziga Vertov (Enthusiasm)
W.I. Lenin / P.A. Kropotkin
u.a.

heute ohne Joseph Beuys












Düsseldorfer Schauspielhaus, 25.2.2012




ENTHUSIASM II

«Wenn Düsseldorf beginnt, so beginnt es eigentlich nicht» – Carlheinz Caspari und die LABYR-Gesellschaft

von und mit:

Mary Bauermeister
Ellen Caspari
Wilfried Dörstel
Ludwig Haugk
Markus Herse
Christian Jendreiko
Andreas Korte
Marie Milbacher
Thorsten Nolting
Christian Posthofen
Kevin Rittberger
Celine Schäfer
Elena Schmidt
Stefan Schneider
Julia Stoschek
Stefan Werni
Volker Zander

Carlheinz Capari

heute ohne Joseph Beuys







Düsseldorfer Schauspielhaus, 28.3.2012




ENTHUSIASM III

Das kollektive Ereignis
Alain Badiou - Der Vorfall von Antiochia
Lesung, Performance, Diskussion

mit Corinna Popp, Volker Zander, Gabriel Kuhn,
Jutta Zimmermann uvm
Düsseldorfer Schauspielhaus, 27.4.2012



ENTHUSIASM IV


Düsseldorfer Schauspielhaus, 19.5.2012
Radikale Gegenwart
24 Stunden ohne Ich
                                                                     

                                 
Film von Kevin Rittberger und Benno Listing
ENTHUSIASM NOW auf YouTube












PUPPEN
von Kevin Rittberger


„ja, das kenne ich das gefühl. wenn man puppen von den strippen löst: sie zappeln noch ein wenig, bevor sie zusammensacken. diese energie muss sich doch irgendwie bündeln lassen. es ist eine negative energie, eine fallhöhe, ein hinunterplumpsen, überhaupt nicht graziös, ein zusammenbruch. aber dennoch: ein moment der klarheit, wenn einen die gravitation nach unten zieht. das muss sich doch verwandeln lassen.“


Puppen handelt in einer Zeit des Zerfalls. Liebe, Arbeit, Sprache zerfallen. Menschen versuchen noch über leer gewordene Tauschbegriffe zu kommunizieren, offenbaren ihre Zweifel, entlassen ihre Alpträume, kollektives Unbewusstes schwappt bruchstückartig an die Oberfläche. Angesichts des nahenden Zusammenbruchs kann nur die restlose Offenlegung der Schwächen etwas Neues hervorbringen.


Macht kann nicht sein, wo keine Ohnmacht ist.
(Erich Mühsam, Die Befreiung der Gesellschaft vom Staat)

Es spielen:
Ingo Tomi / Der Klandestino
Rainer Galke / Der Fleischer, der hinter der Auslage steht auch ohne Fleisch
Elena Schmidt / Die Frisörin
Karin Pfammatter / Die Frau, die vom Schwindel überfallen wird
Markus Danzeisen / Der Chor, der die Arbeit abschafft
Stefan Schneider / Live Act
Kai Angermann / Musiker
Eva Bisanz / Musiker
Daniel Brandl / Musiker
Alexander Dressler / Musiker
Ina Goelzenleuchter / Musiker
Hauschka (Komposition) / Musiker
Holger Heines / Musiker
Sabine Rau / Musiker
Zdzislaw Ryczko / Musiker
Sonia Singel-Roemer / Musiker

Inszenierung: Kevin Rittberger
Bühne: Jutta Zimmerman
Kostüme: Janina Brinkmann
Komposition: Hauschka
Musik: Stefan Schneider
Video: Stefan Schneider/ Egbert Trogemann
Dramaturgie: Daniel Richter

Premiere am Düsseldorfer Schauspielhaus am 15.12.2011
Termine: & Presse




WER SICH TRAUT REISST DIE KÄLTE VOM PFERD
nach Alexander Kluge














in einer Bearbeitung von Kevin Rittberger
























Es spielen: Mei Hong, Ulrike Willenbacher, Felix Klare, Miguel Abrantes Ostrowski, Robert Niemann, Sierk Radzei

Inszenierung: Kevin Rittberger
Bühne: Christoph Ebener
Kostüme: Petra Winterer
Video: Meike Ebert
Dramaturgie: Sebastian Huber

Premiere am Residenztheater München / Marstall 
am 29.10.2011

















MAN KANN VIELLEICHT AUS TERRORISTEN DEMOKRATEN MACHEN, NICHT ABER AUS DEPRESSIVEN

KREISKY (FOLGE 6)

von Kevin Rittberger

Es spielen: Marion Reiser, Lisa Wildmann, Johannes Zeiler und Christoph Rothenbuchner

Inszenierung und Raumkonzept: Kevin Rittberger
UA am Schauspielhaus Wien

Kostüme: Eva-Maria Lauterbach
Dramaturgie: Constanze Kargl
Premiere am Schauspielhaus Wien am 17.2.2011




DIE MARQUISE VON O.
von Heinrich von Kleist

In einer Bearbeitung von Nora Khuon und Kevin Rittberger


WO IST DER PLATZ
DEN MAN JETZT IN DER WELT EINZUNEHMEN
SICH BESTREBEN KÖNNTE
IM AUGENBLICKE WO ALLES SEINEN PLATZ
IN VERWIRRTER BEWEGUNG VERWECHSELT

Es spielen: Henrike Johanna Jörissen, Franziska Junge, Thomas Huber, Oliver Kraushaar, Andreas Uhse, Hauschka

Regie: Kevin Rittberger
Bühne: Christoph Ebener
Kostüme: Janina Brinkmann
Musik: Hauschka
Dramaturgie: Nora Khuon

Premiere: 2. Juni, Ruhrfestspiele Recklinghausen und 23.9. , Schauspiel Frankfurt












NACHRICHTEN AUS DER IDEOLOGISCHEN ANTIKE
nach Alexander Kluge

playlist

EINE GRUPPE NAMENS "REVOLUTIONÄRER KAMPF"
 

EIN LENINIST DES GEFÜHLS

AUF DEM ACKER DER NEUGIERDE UND DER BESONDERHEIT

DIE MEERJUNGFRAU

UNSERE PRODUKTIONEN WÄREN EBENSO VIELE SPIEGEL WORAUS UNSER WESEN SICH ENTGEGENLEUCHTETE 

WILDHEIT ALS ANSPRUCH

BAUWEISE VON PARADIESEN

TIEFSCHLAF DES GEISTES

MIKROMEGAS UND DIE BLAUE GEFAHR

DER MARXIST OHNE HOFFNUNG

MANN OHNE KOPF
 
GRAND GUIGNOL
 

KATEGORIE DER PLÖTZLICHKEIT
 
BIOKOSMISTEN
 





Es spielen: Ute Hannig, Samuel Weiss, Lukas Holzhausen, Felix Kramer, Marie Leuenberger, Stefan Schneider

Regie und Bearbeitung: Kevin Rittberger
Bühne: Christoph Ebener
Kostüme: Janina Brinkmann
Musik: Stefan Schneider
Video: Alexander Grassek
Dramaturgie: Steffen Sünkel

Uraufführung am 30.1.2010 im Deutschen Schauspielhaus in Hamburg/ Malersaal

Weitere Vorstellungen:
www.schauspielhaus.de

TRAILER AUF YOUTUBE:
GRAND GUIGNOL





DIE ABSCHAFFUNG DER ARTEN
nach dem Roman von Dietmar Dath


Es spielen: Elias Arens, Olivia Gräser, Judith Hofmann, Jörg Pose, Boram Lie

Regie und Bearbeitung: Kevin Rittberger
Bühne: Christoph Ebener
Kostüme: Iris Alda
Musik: Boram Lie
Illustrationen: Dirk Rittberger
Dramaturgie: Claus Cäsar, Ulrich Beck

Uraufführung: 9.11.2009, Deutsches Theater Berlin, Box

Termine: Deutsches Theater

PresseSpiege


KORO
oder die Wachstumskrise (Aus

zug)


Es spielen: Christian Dolezal, Veronika Glatzner, Marion Reiser,  Johannes Zeiler

Regie, Text, Ausstattung: Kevin Rittberger

Folge 9 in der Reihe:
DIesseits des Lustprinzips/ Freud und die Folgen

Premiere am 19.3. 2009

Ort: Schauspielhaus Wien

Spieltermine auf www.schauspielhaus.at





FAST TRACKING
ODER DER TOD DER KUNQU-OPER


Gestern traf ich den Drachen
Als Geist versteht sich 
Und weißt Du was der sagt
Und ohne Zähne versteht sich 
Ein Drache verheißt Glück und langes Leben 
In China jedenfalls 
Hätte das mal der Löwe gewusst
Dann hätt er auch sein Fell behalten können
Aber so 
Naja


Es spielen: Julia Nachtmann, Lukas Holzhausen, Felix Kramer,  und Paulo Olarte

Regie und Text: Kevin Rittberger
Bühne: Christoph Ebener
Kostüme: Janina Brinkmann
Musik: Paulo Olarte
Video: Kevin Rittberger
Dramaturgie: Nora Khuon u Steffen Sünkel

Uraufführung: 9.11.2008; 20.30h
Ort: Deutsches Schauspielhaus in Hamburg, Haus 73ter

e Informatioen unter www.fasttracking.de






HUNGER NACH SINN. ZWEITER TEIL
Nach Alexander Kluge

"Es gibt zwei Sorten Zeit: Die eine nähert sich rasch, ist nur einen Moment da und ist dann wieder weg: Das nennen die Griechen: Kairos. Und dann gibt es eine andere, die vergleichsweise träge dahin fließt, sich ins Unendliche erstreckt, kein Ende findet, die nennen die Griechen Chronos. Zwischen diesen Grundbestimmungen ergibt sich im Grunde alles weitere."

Es gab eine Zeit, da lief das Leben in gleichförmigen Bahnen ab, situiert in der 37°C warmen Ursuppe. Seit dieser Zeit tragen wir einen Hoffnungsvorrat in uns. "Hunger nach Sinn. Zweiter Teil" spürt dieser Sehsucht nach, sucht nach Glücksmomenten, wühlt eingefrorene Gefühle auf und legt verschüttete Zeitschichten frei. Es fahndet nach Umschlagpunkten der Geschichte, verpassten Chancen und berichtet von Weltrettungsversuchen und deren Scheitern. Ausgestattet mit einer "seelischen Untergrund-Armee, die von hoffnungsvollen Annahmen ausgeht" wird der Urmensch mit modernen Zeiten konfrontiert, die es nicht immer gut mit ihm meinen. 

Alexander Kluge liest Geschichte in seinem Werk immer aufs neue gegen den Strich und bezieht sich auf die Wirklichkeiten, die unter der Oberfläche weiterlaufen. Dabei erscheint gewiss, dass die Utopie immer besser wird, während wir auf sie warten.




Es spielen: Julia Nachtmann, Felix Kramer und Samuel Weiss

Regie und Fassung: Kevin Rittberger
Bühne: Christel Bergmann
Kostüme: Janina Brinkmann
Musik: Paulo Olarte
Video: Alexander Grassek
Animation: Gonzalo Barahona
Dramaturgie: Nora Khuon

Uraufführung: 13.3.2008; 21.30h
Ort: Deutsches Schauspielhaus in Hamburg, Rangfoyer


Videos anschauen








ENTSCHLEUNIGUNG!

Eine Veranstaltungsreihe
des Deutschen Schauspielhaus in Hamburg
2007/2008

Konzeption: Nicola Bramkamp, Nora Khuon, Kevin Rittberger



ENTSCHLEUNIGUNG! Eine Veranstaltungsreihe

Wir haben keine Zeit, obwohl wir sie um Überfluss gewinnen. Diesem ungeheuren Paradoxon der spätmodernen Welt auf die Spur zu kommen, werden wir jeden zweiten Donnerstag im Monat gegen die Gegenwartsschrumpfung ankämpfen, uns dem rasenden Stillstand aussetzen, Zeitjongleure und multiple Identitäten interviewen, unsere Sensorik für den Karmakapitalismus verfeinern und uns in die unerbittliche Beschleunigungsspirale begeben. Wir bringen den Tempo geplagten Menschen in der Entschleunigungsoase schlechthin, dem Theater, zurück zu seinen Wurzeln.

# 01 STOP AND GO! (11.10.2007)
19.15 Prof. Hartmut Rosa, Jena/ New York: »Was ist Entschleunigung?«, Marmorsaal
20.30 I BEYOND HISTORY. Text und Regie: Kevin Rittberger. Es spielen Irene Kugler und Jürgen Uter. II A LOT OF NOW NOW. Choreographie und Tanz: Victoria Hauke, Hamburg. III MEIN KULTURELLER MOTOR DREHT AM RAD. Poetry-Slam mit dem Team-LSD, Berlin (Micha Ebeling und Volker Strübing), Rangfoyer
22.30 DAUERLAUF. Felix Kramer und Gäste. Kantine

# 02 KARMA-KAPITALISMUS (8.11.2007)
19.15 »Beseelte Wirtschaft?« Vorträge von Birgit Gebhard (Trendbüro Hamburg) und Sören Stamer (Core Media AG). Marmorsaal.
20.30 FAKE FOR REAL (Gastspiel Haus 73). Text und Regie: Kevin Rittberger. Bühne: Christoph Ebener. Kostüme: Janina Brinkmann. Dramaturgie: Anna-Carla Melchert. Es spielen: Christian Brey, Felix Kramer, Rebecca Lina, Ronald Zehrfeld. Rangfoyer.
22.30 DAUERLAUF mit Felix Kramer. Zu Gast: Sarah Lillian und deep vibe association. Kantine




# 03 RASENDER STILLSTAND (13.12.2007)
19.15 »Die ewige Raststätte«. Vortrag von Prof. Carl Hegemann, Leipzig. Marmorsaal.
20.30 Autorenwerkstatt »Weil die Zeit sich so beeilt…« mit Tempoletten von: David Gieselmann, Tim Staffel, Bernhard Studlar Johanna Kaptein' (inszeniert von Studenten der Theaterakademie). Marmorsaal.
22.30 Dauerlauf mit Felix Kramer. Zu Gast: Galerie Oel-Früh und Jan Gazarra.

# 04 GEGENWARTSSCHRUMPFUNG (10.1.2008)
19.15 »Lebenslaufregime vs. situative Identität«. Vortrag von Jürgen P. Rinderspacher. Marmorsaal.
20.30 FÜR ALLE. Gastspiel von She She Pop. Rangfoyer.
22.30 DAUERLAUF. Felix Kramer und Gäste. Kantine

# 05 FLIEGENDE IDENTITÄT (14.2.2008 )
19.15 »Spieler Drifter Zeitjongleure«. Vortrag von Prof. Karl H. Hörning (Uni Aachen)
20.30 4 Werkstattinszenierungen der Regieassistenen des DSH
22.30 DAUERLAUF. Felix Kramer und Gäste. Kantine

# 06 ZEITSCHICHTEN (13.3.2008)
20.15 »Unheimlichkeit der Zeit. Zeit im Werk von Alexander KLuge«. Vortrag von Prof. Rainer Stollmann (Uni Bremen). Marmorsaal.
21.30 HUNGER NACH SINN. ZWEITER TEIL. Nach Alexander Kluge. Regie: Kevin Rittberger. Mit: Felix Kramer, Julia Nachtmann, Samuel Weiss; Musik: Paolo Olarte; Video: Alexaner Grassek; Dramaturgie: Nora Khuon
22.30 DAUERLAUF. Felix Kramer, Boy Division und Jacques Palminger. Kantine

weitere Informationen und Termine unter:
www.schauspielhaus.de


BEYOND HISTORY
Ein Stück von Kevin Rittberger


                                      


Es spielen: Irene Kugler und Jürgen Uter

Regie und Text: Kevin Rittberger
Bühne: Christel Bergmann
Kostüme: Janina Brinkmann
Dramaturgie: Nora Khuon

Uraufführung: 11.10.2007; 20.30h
Ort: Deutsches Schauspielhaus in Hamburg, Rangfoyer




FAKE FOR REAL
Ein Stück von Kevin Rittberger




Es spielen: Rebecca Lina, Christian Brey, Felix Kramer,
Ronald Zehrfeld

Regie und Text: Kevin Rittberger
Bühne: Christoph Ebener
Kostüme: Janina Brinkmann
Dramaturgie: Anna-Carla Melchert

Informationen, Pressematerial,
Fotos und Videos: www.fake-for-real.de

Uraufführung: 17.6.2007
Weitere Vorstellungen: 18.6.,22.6.-26.6.,15.7.2007
Ort: Haus 73 [www.dreiundsiebzig.de]







HUNGER NACH SINN
Fünf Szenen nach Alexander Kluge

Aber das Wort Ich liebe dich hat eine magische Qualität. Man kann es im Leben, dachte sie, nur einmal sagen, und bei dieser Gelegenheit würde ich – da ich ja gar nicht "man" bin, – fügte sie hinzu – sicherlich aus Aberglauben gar nichts sagen, schon um das bißchen Liebe, das es gibt, nicht zu verscheuchen.

Szenen über die Liebe. Ein Mann möchte hören, daß er geliebt wird. Ein anderer fragt sich, warum die Uneinigkeit eines befreundeten Ehepaares eigentlich Einigkeit stiftet. Ein Richter will eine aus Liebesschmerz begangene Straftat juristisch zu fassen bekommen. Ein KZ-Funktionär protokolliert ein Experiment, das die Liebe zweier Gefangener mit bürokratischer Perfektion zu instrumentalisieren versucht.
Szenen über die Sprache der Liebe. Ihnen gemeinsam ist die Schwierigkeit der Figuren, eine Sprache des Gefühls zu entwerfen. Sie versuchen sich in der Sprache zu begegnen, finden aber immer wieder nur Begriffe. Begriffe, die die Gefühle gewaltsam in ein Korsett zwängen.
Vor dem Hintergrund einer schematisierten Kommunikation – vom floskelhaften, privaten Gebrauch in „Fifi“ über die institutionalisierte Form der jurisdiktiven Trennschärfe in „Der Schuss“, bis hin zum totalitär-pervertierten Idiom der nationalsozialistischen Funktionäre in „Ein Liebesversuch“ – sind Kluges Texte Versuchsanordnungen, die nach Lebendigkeit und Eigensinn gegenüber Zwang und Beherrschung des jeweiligen sozialen Systems fragen.

Alexander Kluge, Jurist, Filmemacher, Autor, Produzent und Büchner-Preisträger, hat sich in seinem multimedialen Werk immer wieder als Chronist der Gefühle erwiesen. In seinen Texten finden sich Dialogminiaturen, die mit dieser Aufführung erstmals im Theater gezeigt werden.






Texte:
Adornos Geliebte (Die Lücke, die der Teufel lässt, 2003)
Fifi (Chronik der Gefühle, 2000)
Ursprüngliche Uneinigkeit (Chronik der Gefühle, 2000)
Der Schuß (Die Macht der Gefühle, 1983)
Ein Liebesversuch (Lebensläufe, 1962)



Es spielen: Ute Hannig, Felix Kramer
Regie: Kevin Rittberger
Video: Zeno Moser / Peter Stein
Live-Kamera: Ole Xylander
Kostüme: Iris von Lölhöffel / Annie Lenk
Dramaturgie: Stephanie Lubbe




Hamburger Premiere, 26. Februar 2006,
Rangfoyer Schauspielhaus
Übernahme vom Staatstheater Stuttgart,
Premiere 17. November 2004, Oberes Foyer






Video-Ausschnitt
Fotogalerie
Nächste Vorstellungen im
Deutsches Schauspielhaus in Hamburg




OHNE TITEL (Blutergüsse der Seele #3)
Monitorinstallation von Kevin Rittberger


Texte (gespielt von):
Hans Henny Jahnn, Die Krönung Richards III. (Samuel Weiss)
Hans Henny Jahnn, Medea (Katja Danowski)
Marquis de Sade, Justine oder die Leiden der Tugend
(Tim Grobe)
Lautréamont, Die Gesänge des Maldoror (Bernd Moss)
Antonin Artaud, Der Nabel des Niemandslands und
Die Nervenwaage (Maja Schöne)
Georges Bataille, Das obszöne Werk (Kai Schumann)
Slavojzek, Die politische Suspension des Ethischen (Marie-Lou Sellem)
Daniil Charms, Fälle (Daniel Wahl)

Video-Ausschnitt
Fotogalerie